{"id":106,"date":"2024-12-30T09:42:01","date_gmt":"2024-12-30T09:42:01","guid":{"rendered":"http:\/\/jannesschuster-politikmitlinks.de\/?page_id=106"},"modified":"2026-08-06T11:16:53","modified_gmt":"2026-08-06T11:16:53","slug":"wer-ich-bin","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/jannesschuster-politikmitlinks.de\/?page_id=106","title":{"rendered":"Wer ich bin"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alles begann am 4. September 2001, als ich im damaligen Reinhard-Nieter-Krankenhaus in Wilhelmshaven (heute Klinikum Wilhelmshaven) gegen 17:47 Uhr zur Welt kam. Genau 8 Tage sp\u00e4ter, am 12. September, dem Tag, nach dem Tag an dem die al-Qaida die Terroranschl\u00e4ge auf die Twin Towers sowie auf das Pentagon in den Vereinigten Staaten ver\u00fcbte, wurden meine Mutter und ich aus dem Krankenhaus entlassen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ersten vier Jahre wuchs ich recht l\u00e4ndlich im Schortenser Stadtteil Schoost auf, gemeinsam mit meinen Eltern, Gro\u00dfeltern und Urgro\u00dfeltern, die direkt in der Nachbarschaft wohnten. Ich erinnerte mich immer gerne an meine Kindheit dort.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">2005 zogen wir ins sch\u00f6ne Zetel, da ich alt genug war, um in den Kindergarten zu gehen. Ich besuchte dort den Kindergarten Regenbogenfisch, bis ich 2008 in die Grundschule Zetel eingeschult wurde. 2012 erhielt ich eine Empfehlung f\u00fcr das Gymnasium, entschied mich jedoch f\u00fcr die Haupt- und Realschule in Zetel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Meine Schulzeit war durchwachsen: Ich hatte Schwierigkeiten in Mathematik, daf\u00fcr aber Spitzen-Noten in Englisch, Erdkunde und Religion. In Politik und Geschichte war ich nie besonders gut; diese F\u00e4cher interessierten mich damals noch nicht so sehr, das \u00e4nderte sich sp\u00e4ter. In der 9. Klasse absolvierte ich ein Praktikum bei der regionalen Zeitung. So vergingen die Jahre. 2018 machte ich schlie\u00dflich meinen erweiterten Realschulabschluss an der Schule.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie w\u00fcrde Otto Waalkes jetzt sagen? <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>\u201eDa stand ich nun mit meinen drei Problemen.\u201c<\/strong>  ~Otto &#8211; der Film<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Naja gut, drei waren es bei mir nicht, aber ich wusste trotzdem nicht so richtig, was ich wollte. Ausbildung? Ja, aber was? Schule weitermachen? Auch \u2019ne Option. Ich hatte damals immer im Kopf: \u201eIrgendwas mit Medien.\u201c Aber wo? Hier im Norden gibt&#8217;s recht wenig, was das angeht. Klar, wir haben Zeitungen und Radiosender, und auch den FRF. Aber niemand wollte mir einen Ausbildungsplatz anbieten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eNaja gut\u201c, dachte ich mir, \u201ebevor noch mehr Zeit verstreicht, gehste halt weiter zur Schule und machst dein Fachabi.\u201c Gesagt, getan. Ich meldete mich in Varel an der berufsbildenden Schule f\u00fcr die dreij\u00e4hrige Fachoberschule Wirtschaft an. H\u00e4tte mein Vergangenheits-Ich geahnt, dass ich sp\u00e4ter einen sozialen Beruf aus\u00fcbe, h\u00e4tte ich mich wohl eher f\u00fcr die Fachoberschule Gesundheit und Soziales entschieden. Aber gut, schlauer ist man immer erst hinterher. Also st\u00fcrzte ich mich ins neue Abenteuer \u201eFOW\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Zeit in der FOW war\u2026 sagen wir mal: intensiv. Ich wurde gemobbt, meine Mathelehrerin hatte mich auf dem Kieker, aber ich fand auch ein paar tolle Freunde, mit denen ich bis heute Kontakt habe. Au\u00dferdem konnte ich da ein tolles Jahrespraktikum bei der AOK absolvieren, was mir super viel Spa\u00df gebracht hat. Auch die Lehrkr\u00e4fte, besonders mein Klassenlehrer Herr Heinen und der IV Lehrer Herr Guhl (liebe Gr\u00fc\u00dfe an Sie) haben mich sehr unterst\u00fctzt. Dann kam Corona. Anfang 2020 n\u00e4herten sich die Abschlusspr\u00fcfungen, aber keiner wusste, wie, wo und ob sie \u00fcberhaupt stattfinden sollten. Am Ende schrieben wir sie in kleinen, geteilten Klassen, an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Zeiten. Irgendwie haben wir es geschafft. Die Notenvergabe lief dann auf Abstand mit dem Klassenlehrer. Auch das \u201eFachabi\u201c hatte ich jetzt in der Tasche.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wieder stand ich da, mit der Frage: Was jetzt? Ich hatte mich schon bei einem Landkreis in meiner N\u00e4he als Mediengestalter beworben und war bis zur zweiten Bewerbungsrunde gekommen, dann aber ausgeschieden. Auch andere Unternehmen und Kommunen lehnten meine Bewerbung ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch einen ehemaligen Freund h\u00f6rte ich dann vom FSJ. Er war so begeistert davon, dass ich mich sofort informierte und mich bei einer Schule f\u00fcr Kinder mit Behinderungen bewarb. Dort wurde ich direkt angenommen. Das FSJ da machte mir gro\u00dfen Spa\u00df, vor allem wegen des tollen Kollegiums. Die Klassenleitung, bei der ich arbeitete, und die beiden Heilerziehungspflege-Azubis motivierten mich, die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger zu beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Weil ich an der Schule bleiben wollte, bewarb ich mich direkt dort f\u00fcr mein erstes Ausbildungsjahr und wurde angenommen. Allerdings arbeitete ich nicht in meiner alten Klasse, sondern in der Nachbarklasse und es gefiel mir dort sogar noch besser. Die Jugendlichen der Sekundarstufe II (14\u201318 Jahre) teilten viele meiner Interessen, und so konnte ich schnell ihr Vertrauen gewinnen. Bereits im ersten Ausbildungsjahr war mir klar: Ich wollte unbedingt weiterhin an dieser Schule arbeiten. Das Jahr war insgesamt ziemlich entspannt. Ich musste mich zwar erst an die neuen Menschen und F\u00e4cher gew\u00f6hnen, aber das gelang mir gut. Meine Noten waren ganz okay.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Ende des ersten Jahres hie\u00df es: Bewerbungen schreiben. Eigentlich wollte ich an der Schule bleiben, aber f\u00fcr das zweite Ausbildungsjahr musste ich in eine andere Einrichtung wechseln. Von der Schule in eine Wohneinrichtung. Darauf hatte ich nicht wirklich Lust, weil es mir an der Schule so gut gefallen hatte. Mein Plan war, das zweite Jahr im Wohnheim zu absolvieren und im dritten Jahr zur Schule zur\u00fcckzukehren. Also bewarb ich mich bei einer Wohneinrichtung in meinem Ort und wurde auch dort direkt angenommen. Wieder neue Menschen, wieder umgew\u00f6hnen. Die Bewohner*innen waren fast alle \u00e4lter als ich.<em> \u201eOkay\u201c, dachte ich, \u201edas wird spannend.\u201c <\/em>Aber ich fand mich schnell ein und traf auch hier auf viele nette Kolleg*innen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch schon nach kurzer Zeit wurde mir klar, dass das kein einj\u00e4hriger \u201eAusflug\u201c werden w\u00fcrde. Ich wollte bleiben, auch im dritten Jahr. Das war nicht nur praktisch, weil ich mich dann nicht erneut umstellen musste, sondern nahm mir das in der Pr\u00fcfungszeit auch viel Druck. Denn Empathie und Vertrauen aufzubauen, das braucht Zeit. Auch das dritte Jahr meisterte ich in der Wohneinrichtung. Die Pr\u00fcfungen bereiteten mir keine gro\u00dfen Sorgen, da ich gut gelernt hatte. Die Ergebnisse sprachen f\u00fcr sich: Ein Schnitt von 2,8. Die Ausbildung bestanden das war der beste Satz, den ich je geh\u00f6rt habe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tja, und jetzt arbeite ich als Fachkraft in derselben Einrichtung und bin happy. Es h\u00e4tte nichts anders laufen sollen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles begann am 4. September 2001, als ich im damaligen Reinhard-Nieter-Krankenhaus in Wilhelmshaven (heute Klinikum Wilhelmshaven) gegen 17:47 Uhr zur Welt kam. Genau 8 Tage sp\u00e4ter, am 12. 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